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Irene Wiens wiedergewählt:
Wirtschaftsrat in Schwerin bleibt auf Kurs

  • Veröffentlicht September 13, 2023

Ende August wurde die Immobilienunternehmerin, Irene Wiens, von den Mitgliedern des Wirtschaftsrates als Sprecherin der Sektion Schwerin bestätigt. Sie wird auch in den kommenden Jahren ihren Kurs weiterverfolgen können, der nicht nur Zustimmung findet.

 

Irene Wiens
Die Immobilienmaklerin, Irene Wiens, hat dem Wirtschaftsrat in Schwerin eine Stimme gegeben. | Foto: Dario Rochow

 

Der Wirtschaftsrat der CDU ist bundesweit einer der größten Wirtschaftsverbände. Auch in Schwerin gibt es eine Sektion des Verbandes. Gerade erst wurde die Immobilienunternehmerin, Irene Wiens, als Sektionssprecherin bestätigt. Sie hat sich dabei gegen ihren Herausforderer, Marc Walter, mit 66 Prozent der Stimmen durchgesetzt. Die Mehrheit der anwesenden Mitglieder votierten damit für einen Kurs, der auf den ersten Blick zumindest ungewöhnlich ist.

Man muss auch einmal „ungemütlich“ werden

„Ich freue mich sehr über die Wiederwahl, was auch ein deutlicher Beweis für unsere bisher geleistete Arbeit ist. Dazu gehört es auch, mal ungemütlich zu werden und Dinge klar anzusprechen. Gemeinsam mit dem Sektionsvorstand habe ich viel vor“, so Irene Wiens.

Auch wenn der Wirtschaftsrat keine Sonderorganisation laut CDU-Statut ist, trägt er doch den Parteinamen in seinem Namen. Das wird von der Partei bundesweit geduldet. Der Wirtschaftsrat selber sieht sich der CDU nahestehend. In der Sektion Schwerin geht man einen parteioffenen Weg. Im Rechenschaftsbericht auf der Mitgliederversammlung Ende August, spricht Irene Wiens an, dass das offensichtlich nicht unbedingt jedem in der CDU gefällt. Ein Dorn im Auge der Kritiker scheint zu sein, dass in der Vergangenheit schon drei Mal Oberbürgermeister, Rico Badenschier (SPD) beim Wirtschaftsrat zu Gast gewesen ist.

„Ich habe unseren Oberbürgermeister Dr. Badenschier insgesamt dreimal zum Wirtschaftsrat eingeladen. (…) Dafür bin ich von der Landesebene der CDU gescholten worden, dem Oberbürgermeister zu viel Raum gegeben zu haben.“, so Wiens.

Oberbürgermeister bleibt wichtiger Ansprechpartner

Gegenüber unserer Redaktion macht die Unternehmerin aber deutlich, dass „Rico Badenschier nun einmal Oberbürgermeister der Stadt sei.“ Wenn man als Wirtschaftsrat etwas in der Stadt erreichen wolle, dann komme man nicht am Oberbürgermeister vorbei.

Zukünftig könnte ein guter Draht zu Badenschier für Wirtschaftsbelange noch wichtiger werden. Wenige Tage nach seiner Wiederwahl zum Oberbürgermeister, hatte Badenschier seine Entscheidung mitgeteilt, zukünftig den Bereich Wirtschaft aus der Zuständigkeit des bisherigen Wirtschaftsdezernenten, Bernd Nottebaum, in seinen eigenen Bereich zu holen.

Bei der Wirtschaft stieß diese Entscheidung damals nicht nur auf Zustimmung. Vom Oberbürgermeister hätte man sich in der Vergangenheit gewünscht, dass er „mehr Präsenz und Kompetenz in den Fragen der Wirtschaft und auf unseren Veranstaltungen gezeigt hätte, umso in den direkten Austausch mit den Unternehmerinnen und Unternehmern zu kommen.“, hieß es damals aus den Reihen des Unternehmerverbandes (UV). Die Entscheidung, die Wirtschaft zur Chefsache zu machen, sei aber „folgerichtig“

 

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Auch in den kommenden  zwei Jahren möchte die Immobilienunternehmerin an ihrem Kurs festhalten, den Wirtschaftsrat auch für andere politische Strömungen und die Breite der Unternehmen in der Stadt zu öffnen.

Schwerin als beste Sektion ausgezeichnet

Der Erfolg gibt der Unternehmerin augenscheinlich recht. So konnten die Mitgliederzahlen in den vergangenen zwei Jahren gesteigert werden. Noch nie sei der Wirtschaftsrat so aktiv und öffentlich zugänglich gewesen. Das würde ihr immer wieder gesagt werden.

Auch dem Bundesverband blieb das nicht verborgen. Er zeichnete die Sektion Schwerin als beste Sektion aus. An diesem Erfolg ihrer Arbeit möchte Irene Wiens in den nächsten Jahren anknüpfen.

Written By
Stefan Rochow

Chefredakteur, Unternehmer und Gründer der digitalen Tageszeitung Schwerin-Lokal.

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